Isabelle von Kastilien

Lila Pell Katzen (1932 – 1998), Isabella von Kastilien, 1992

Die amerikanisch-feministische Künstlerin Lila Pell Katzen ist in den 1960er und 1970er Jahren für ihre großen und großartigen abstrakt geometrischen Stahlarbeiten bekannt. Sie studiert bei Hans Hofmann in New York. Ihre Werke sind in namhaften Museen wie der National Gallery of Art, Washington, zu finden. Ursprünglich ist sie Malerin, wendet sich dann aber Mitte der sechziger Jahre der Bildhauerei zu und experimentiert mit unterschiedlichen Materialien wie Plexiglas, Vinyl und Stahl. Die Autorinnen Cindy Nemser und Eleanor C. Munro stellen sie in ihren Publikationen neben so bekannte Künstlerinnen wie Georgia o’Keeffe, Sonja Delaunay, Joan Mitchell, Helen Frankenthaler oder Alice Neel.Aus dem Jahr 1992 stammt die Arbeit „Isabella von Kastilien“ neben der Kehler Stadthalle. Die kastilische Königin (1451-1504) gilt als Gründerin des spanischen Nationalstaats, als „eiserne Lady“, in deren Zeit der Beginn der Inquisition fällt. Die Idee der Darstellung ist so einfach wie genial. Aus nur einem geschwungenen und tordierten Stahl-Band ist die menschliche Figur in abstrakter Weise angedeutet. Zu den Enden hin verläuft das Band breiter, als deute es ein Kleid an, der Kopf ist der höchste Punkt, einige Stahlspuren zeichnen ein Muster auf dem Kleid. Die Grundform des Ganzen bildet mit der Grundplatte ein Dreieck. Die Arbeit wird bei Wikipedia im Zusammenhang mit einer Ausstellung im Muscarelle Museum of Art südlich von Washington erwähnt.