Rheinwellen
Anno Sieberts, (1957 in Solingen) Rheinwellen, 2004
Anno Sieberts, 1957 in Solingen geboren, arbeitet ortsbezogen. Nach einer Steinmetzlehre in Kirchheim bei Würzburg und mehreren Assistenzen in Italien und Frankreich erlangt er 1988 in Freiburg den Meistertitel und arbeitet seither freischaffend in Ettenheim. Freie Arbeiten, in denen er Stein und Graphik zusammen bringt, stehen in seinem Schaffen neben Auftragswerken. Mit der Arbeit „Rheinwellen“ gewinnt er einen Wettbewerb zur Gestaltung der grenzüberschreitenden Landesgartenschau Kehl – Strasbourg im Jahr 2004, heute „Garten der zwei Ufer“. „Die Auswahl der Künstler und Kunstwerke besorgte damals Tamara Ziroulnikoff. Sie hatte sich vorgestellt, Sitz- und Liegegelegenheiten in den Farben beider Länder aufzustellen“, erinnert sich erinnert sich seine Frau, die Journalistin Eri Sieberts.Die Arbeit von Anno Sieberts besteht aus zwei Teilen, die aus einem massiven Steinblock von rotem Granit mittels Computer unterstützter Diamantseilsäge geschnitten sind. Die Farbe Rot kommt in beider Länder Flaggen vor. Die Wellen sind dazu gedacht, dass man auf ihnen liegen und sitzen kann. Die Gestaltung, welche die Wellen gegeneinander setzt, spielt mit der Oberflächenbeschaffenheit. Obenauf glatt geschliffen, an den rauen Seiten vertikal gerillt, bruchrau. Die Arbeit kann als ein Symbol für die „Wellenlänge“ zwischen den Politikern beidseits des Rheins verstanden werden. Sie hatten dieses Projekt gemeinsam durchzuführen, nachdem Kehl im Februar 1997 den Zuschlag für die Landesgartenschau erhält.