Sandstein-Stuhl

Hubert Benz, Sandstein-Stuhl,1998

Der Steinbildhauer Hubert Benz betreibt sein Gewerbe in Willstätt-Eckartsweier. Auftragsarbeiten, Grabsteine mögen das Hauptgewerbe sein. Daneben gibt es jedoch frei geschaffene Werke. Sie sind meist am Figürlichen orientiert, oder auch am Nützlichen, wie Bank und Stuhl zeigen. Eine private Stiftung ermöglicht im Jahr 1998 die Aufstellung eines Stuhls im Rosengarten. Ein Stuhl ist ein Stuhl ist ein Stuhl, um das bekannte Zitat von Gertrude Stein „A rose is a rose is a rose“ abzuwandeln. Was zeichnet ihn aus?Das Material kommt nicht nur in der Stadt häufiger vor, so ist beispielsweise mit der Friedenskirche ein sakraler Bau aus diesem Stoff gebaut, sondern es stammt auch aus der hiesigen Lahrer Region. Der Stuhl hat ungewöhnliche Proportionen, die Sitzfläche ist vergleichsweise niedrig, die Rückenlehne hoch. Das macht ihn zu einer Art Thron. Die seitlichen Armlehnen wölben sich leicht nach außen. Die Rückenlehne endet in einem ovalen Bogen. Auf ihrer Vorderseite ist ein Kreis eingearbeitet, dem ein Achtel fehlt. Von dort aus nach unten hin verzweigt sich ein Riss, als gebe er dem Stein mit seiner rauen Oberfläche noch eine Zeichnung hinzu, nicht zufällig, sondern bewusst gearbeitet, ein Zweig unter Bäumen, wo man sich anlehnt.