Transversal
Jochen Kitzbihler (1966 Ludwigshafen), Transversal, 2003
Der Freiburger Steinbildhauer Jochen Kitzbihler absolviert von 1985 bis 1987 eine Steinmetzlehre und bald darauf bei dem Karlsruher Professor Hiromi Akiyama ein Studium. Pläne und die kleineren Arbeiten entstehen in seinem Atelier im Hochschwarzwald bei Breitnau. Seine Arbeiten, die auch Klang, Wasser und Licht einbeziehen, sind stets formstark, abstrakt und wohlüberlegt. Die Geometrie spielt die größte Rolle.Das imposante Werk „transversal“ wird im November 2003 eingeweiht und steht zunächst auf dem Bahnhofsvorplatz, der gleichzeitig auch den Eingang in die Stadt markiert. Im Jahr 2017 muss die Arbeit näher zur Rheinbrücke hin versetzt werden, weil die Straßenbahnlinie nach Straßburg gebaut wird.Die zwölf Meter hohe Säule besteht aus 24 Quadern zweier Sorten Stein, Rotenberger Granit aus dem Nordschwarzwald und Gris-Noir des Vosges aus La Grosse Pierre in den Südvogesen. Symbolträchtig von beidseits des Rheins. Die Versetzung der je 3,3 Tonnen schweren Steine um wenige Grad ergibt im Ganzen eine Drehung um die eigene Achse um 45 Grad, ein Achtelkreis. Das kann man, auf den Grundriss projeziert, als Erinnerung an die im frühen 19. Jahrhundert zerstörte achteckige Vauban-Festung am gleichen Ort verstehen. Die abwechselnde Schichtung ist reizvoll und ausgewogen. Formal wie ideell perfekt.