Messdi-Vorbereitung
Messdi: Monatelange Planung für das größte Volksfest der Ortenau
Über 195 000 Besucherinnen und Besucher strömten im vergangenen Jahr zum Kehler Messdi. Auch 2026 soll das größte Volksfest der Ortenau wieder zehntausende Menschen aus der Region und darüber hinaus nach Kehl ziehen. Bis zum Fassanstich an Christi Himmelfahrt (14. Mai) müssen sich Messdi-Fans zwar noch einige Wochen gedulden, doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Zum dritten Mal verantwortet die Kehl Marketing die Organisation der Großveranstaltung. Monatelange Planung, intensive Abstimmung und zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung, mit der Polizei, Rettungsdiensten sowie Dienstleisterinnen und Dienstleistern sind erforderlich, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. „Der Messdi ist ein riesiges Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele Bereiche ineinandergreifen“, sagt Tourismusleiterin Antje Lenz von der Kehl Marketing.
Nach dem Messdi ist vor dem Messdi: Kaum waren die Bühnen und Stände abgebaut, ging es nach einer kurzen Nachbereitungsphase, wieder in die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Rückmeldungen von Partnern sowie von Besucherinnen und Besuchern wurden ausgewertet und flossen in die Vorbereitungen für 2026 ein. Programmplanung, die Auswahl und Koordinierung der Ausstellerinnen und Aussteller, die Erstellung des Lageplans, Verkehrs- und Parkregelung, Gespräche mit Sponsorinnen und Sponsoren, Werbung sowie die Abstimmung der Veranstaltungstechnik: für die Organisation einer so großen Veranstaltung bedarf es mehr oder weniger die Beteiligung aller 19 Mitarbeitenden der Kehl Marketing.
Mehr als 50 Programmpunkte auf insgesamt vier Bühnen sind für den Messdi geplant. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl der Bands: Spielzeiten, Umbauphasen und technische Anforderungen müssen ebenfalls abgestimmt werden.
Für die Technik mussten Angebote eingeholt werden. Vier verschiedene Anbieter sorgen für den Sound auf den Bühnen und kümmern sich um die zwei großen Videoleinwände.
Bei der Auswahl der Ausstellerinnen und Aussteller setzt die Kehl Marketing auf eine ausgewogene Mischung aus Gastronomie-, Handels- und Schaustellerangeboten. Lokale und regionale Anbieterinnen und Anbieter sowie Vereine werden bevorzugt. „Wir wollen ein möglichst breites Angebot“, sagt Antje Lenz. Über ein Online-Portal konnten sich Standbetreiberinnen und -betreiber bewerben. Die Nachfrage ist dabei größer als die verfügbaren Plätze. Ist die Auswahl getroffen, muss ein Lageplan erstellt werden. Mehr als 100 Stände müssen so platziert werden, dass für alle ausreichend Platz ist, die Besucherströme funktionieren und die Rettungswege frei bleiben. „Das ist manchmal wie Tetris spielen“, beschreibt Antje Lenz die Aufgabe. Neben der digitalen Planung, wird schon mal Hand angelegt, und die Standumrisse vor Ort eingezeichnet, um sicher zu gehen, dass später alles passt.
Sicherheit gewinnt an Bedeutung
In den vergangenen Jahren hat das Sicherheitskonzept an immer größerer Bedeutung gewonnen. Nicht nur die Kosten sind gestiegen, auch der Zeitaufwand wird größer. Hierfür arbeitet die Kehl Marketing eng mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungswesen, Verkehrswesen, Betriebshof und dem Roten Kreuz zusammen. Unter anderem müssen die Zufahrten während der gesamten Veranstaltung gesperrt bleiben. Beim vergangenen Messdi kamen erstmals sogenannte Indutainer zum Einsatz. Die Faltcontainer werden mit rund 1500 Liter gefüllt und verwandeln sich in unpassierbare Durchfahrsperren. Auch das Thema Parken und Anreise muss bei solch einer Veranstaltung organisiert werden. Erstmals wird es Parkeinweiser auf dem Läger-Parkplatz geben, die für einen geregelten Ablauf sorgen sollen. Wer sein Auto Zuhause stehenlassen möchte, hat auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, den Messdi-Bus zu nutzen. Dafür werden mit Verkehrsunternehmen Sonderfahrten geplant, damit Besucherinnen und Besucher bequem zum Festgelände gelangen können.
Die Kehl Marketing setzt erneut auf den Messdi-Becher, für den es positive Rückmeldungen gegeben habe: „Er sorgt dafür, dass auf dem Marktplatz und der Innenstadt kaum noch Glasbruch entsteht“, sagt Antje Lenz. Auch der Messdi-Fünfer wird wieder ausgegeben. Der Gutschein kann sowohl an den Ständen auf dem Festgelände als auch bei teilnehmenden Einzelhändlern eingelöst werden.
Eng arbeitet das Organisationsteam mit dem Betriebshof zusammen. Die Kolleginnen und Kollegen bereiten das Festgelände vor, entfernen Bänke und Mülleimer, stellen Bauzaun und Durchfahrsperren auf und sind während der Veranstaltungstage und im Nachgang für die Reinigung zuständig. Ebenfalls koordiniert werden muss der Aufbau. Bevor der jedoch beginnen kann, müssen Stromleitungen gelegt werden, um die mehr als 100 Stände und Fahrgeschäfte mit Energie zu versorgen. Am Montag vor dem Messdi beginnt der eigentliche Aufbau. Ein erstes Durchatmen gibt es für Antje Lenz und ihr Team, wenn alle Stände stehen. „Und noch einmal beim Fassanstich, wenn der Messdi offiziell eröffnet ist“, erzählt sie. Ganz zur Ruhe kommt das Team jedoch auch dann nicht: Während der Veranstaltung sind die Mitarbeitenden der Kehl Marketing im Zweischichtbetrieb als Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort. Hinter dem Messdi steckt mehr Organisationsaufwand, als vielleicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ein Aufwand, der sich aus Sicht von Antje Lenz definitiv lohnt: „Nicht nur für die Kehlerinnen und Kehler hat er einen großen Stellenwert, er ist natürlich auch ein großer Wirtschaftsfaktor.“

