Ortenau digital

„Ortenau digital“: Netzwerkkommunen sprechen zum Start über KI und Chatbot-Nachnutzung

Das interkommunale Netzwerk „Ortenau digital“ ist im Kulturhaus der Illenau in Achern mit einem Treffen zu den Schwerpunktthemen Künstliche Intelligenz und Nachnutzung digitaler Lösung operativ gestartet. Auf Einladung der Stadt Achern waren die Digitalisierungsbeauftragten der Mitgliedskommunen, darunter neben der Gastgeberin auch Emmendingen, Freudenstadt, Lahr, Kehl, Offenburg und Oberkirch.

Die Digitalisierungsbeauftragten der Mitgliedskommunen des Netzwerks "Ortenau digital" aus Achern, Emmendingen, Freudenstadt, Lahr, Kehl, Offenburg und Oberkirch. © Carlo Schöll

Künstliche Intelligenz: Chancen nutzen, Daten schützen

In den Netzwerkkommunen kommen schon heute zahlreiche KI-Werkzeuge zum Einsatz. Dabei reicht die Bandbreite von Chatbots über KI-gestützte Analyse-Tools bis hin zu sogenannten assistiven Technologien, die es Menschen mit Beeinträchtigung möglich machen, digitale Angebote wie beispielsweise Webseiten zu nutzen. Zugleich waren sich die Teilnehmenden einig, dass der Einsatz von KI in öffentlichen Verwaltungen sorgfältig gestaltet werden muss. Eine zentrale Rolle kommt dabei neben technischer Sicherheitsvorgaben der Qualifizierung von Mitarbeitenden zu, da diese mit besonders schützenswerten Daten arbeiten.

Nachnutzung digitaler Lösungen: Interner KI-Chatbot aus Offenburg als Vorbild

Der digitale Wandel ist eine Herausforderung vor der alle Netzwerkkommunen stehen. Deswegen müssen Kommunen digitale Lösungen aber längst nicht allein finden. Das interkommunale Netzwerk gibt ihnen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch. Beim Netzwerktreffen in Achern ging es beispielsweise um die Nachnutzung des internen Chatbots der Stadt Offenburg, mit dem Mitarbeitende rechts- und datenschutzsicher ein KI-gestütztes Assistenzwerkzeug nutzen können. Diese Art von Chatbot wollen künftig auch weitere Netzwerkstädte einsetzen. Mit dem Netzwerktreffen wurden dafür wichtige Weichen gestellt, damit die Nachnutzung durch abgestimmte Verfahren und eine koordinierte Weiterentwicklung möglichst effizient erfolgen kann.

Neuer Studiengang an der Hochschule Offenburg

Prof. Dr. Jonas Weigert von der Hochschule Offenburg stellte den Digitalisierungsbeauftragten einen neuen Bachelorstudiengang vor, der im Oktober starten soll. „Digital Public Management & Consulting“ qualifiziert Studierende für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor, an der Schnittstelle von Verwaltungswissenschaften, Informatik und Beratung. Absolventinnen und Absolventen sind dadurch in der Lage, technische sowie organisatorische Anforderungen moderner Digitalprojekte zu verstehen und zusammenzuführen. Das macht das Profil für Kommunen besonders interessant.

Ortenau digital

„Ortenau digital“ ist ein interkommunales Netzwerk für Verwaltungsdigitalisierung. Zu den Mitgliedern gehören die Städte Achern, Emmendingen, Freudenstadt, Lahr, Kehl, Offenburg und Oberkirch sowie das Landratsamt Ortenaukreis.