Veranstaltungen

Samstag, 09.05.2026 , 19:00 Uhr

Oratorium Bach h-Moll Messe


Kurzbeschreibung

ein tief beeindruckendes Werk mit überkonfessionellen Heilsaussagen, das zu Bachs bedeutendsten Werken zählt. St. Johannes Nepomuk Kiche Kehl, 9.5.2026, 19 Uhr

Plakat
Singakademie Ortenau

Beschreibung

Großartig besetzt mit Doppelsolisten: Die Sopranistin Nathalie Gaudefroy und die Tenöre Jean-Noël Teyssier und Iannis Guassin, die je an der Straßburger Oper wirken, sowie die Sopranistin Alexandra Gühring, die internationalen Opern- bzw. Konzertaltistinnen Marlene Lichtenberg und Regina Grönegress, als Bässe Thomas Herberich sowie der bekannte Barriton Prof. Clemens Morgenthaler. Das monumentale Werk besteht aus 18 Chorsätzen, dargeboten von der Singakademie Ortenau zusammen mit dem Collegium Vocale Strasbourg-Ortenau, sowie neun Arien, je begleitet vom Orchester Musiciens sans frontières Alsace-Ortenau, unter der Leitung von Olaf Fütterer.

Die Entstehung ist etwas geheimnisumwittert, weder ist die Uraufführung bekannt, noch was den Evangelischen Bach veranlasst hat, eine Messe der katholischen Liturgie folgend mit Texten in Latein zu komponieren. Dass sie für eine Messe im Wiener Stephansdom gedacht war, ist nicht zweifelsfrei belegt. Auch hat Bach sie nicht in einem Stück, sondern über viele Jahre komponiert. Das Credo mit Chorfuge und Soli, die an Opern erinnern, sowie das Gloria stammen weitgehend aus Bachs Missa Brevis aus 1733. Weitere Teile hat Bach später hinzugefügt, teils aus seinen schon vorhandenen Kompositionen, und alles nach entsprechenden Handschriftvergleichen erst 1749, ein Jahr vor seinem Tod fertiggestellt. Großartig ist, dass die 95-seitige Originalpartitur aus Bachs eigener Hand um 1749 erhalten ist und seit 2015 zum UNESCO Weltdokumentenerbe zählt. Bewegend ist der Lobgesang der Engel im Gloria. Geradezu virtuos erklingt das ‚Laudamus te“. Die Doppelfuge im Gratias ist im Renaissance-Stil gehalten. Sehr ergreifend dargestellt sind die Kreuzigung und Auferstehung Christi im Credo. Entlassen wird der Zuhörer schließlich mit dem beruhigenden und mutmachenden „Dona nobis pacem“.

Es gab zahlreiche Teilaufführungen, die erste Gesamtaufführung ist jedoch erst aus dem Jahr 1856 in Frankfurt belegt. Die erste Verwendung als vollständige Messe in einem Gottesdienst ist sogar erst vom 4. Oktober 2025 in Kokkola, Finnland, bekannt. Gleichwohl gehört Bachs h-Moll Messe heute zum festen Repertoire von Oratorien-Darbietungen.
Karten bei www.reservix.de oder an der Abendkasse, 20 bis 25 Euro. Text: Dieter Simon


Veranstaltungsort

Kath. St. Johannes Nepomuk Kirche


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