Arbeitskreis Radfahren trifft sich

Für mehr Sicherheit im Sattel: Arbeitskreis Radverkehr trifft sich

Die Nibelungenstraße ist eine der sieben Kehler Fahrradstraßen.

Kehl aktiv mitgestalten – dazu bietet die Stadt ihren Einwohnerinnen und Einwohnern verschiedene Beteiligungsformate, in denen sie ihre eigenen Vorschläge und Ideen einbringen können. Ein solches Format ist der Arbeitskreis Radverkehr, der sich am Mittwoch, 1. April, um 16 Uhr im Bürgersaal zu seiner nächsten Sitzung trifft.

Wie lässt sich der Radverkehr in Kehl noch attraktiver machen? Wo gibt es Hindernisse oder gar Gefahrenstellen und wie lassen sie sich beseitigen? Zu diesen Fragen tauschen sich interessierte Kehlerinnen und Kehler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung aus den Bereichen Nachhaltige Stadtentwicklung, Tiefbau, Grünflächenmanagement und Verkehrswesen bei den regelmäßigen Treffen des AK Radverkehrs aus. Dazu gehört auch, dass sich die Beteiligten zu Beradelungsterminen treffen und mit dem Rad sogenannte neuralgische Punkte im Stadtgebiet abfahren. Unterwegs werden Barrieren identifiziert, Probleme und Sorgen angesprochen und Lösungsvorschläge diskutiert. Der direkte Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung gibt den mitfahrenden Einwohnerinnen und Einwohnern einen Einblick, was an den einzelnen Stellen technisch und rechtlich überhaupt möglich ist und welche Maßnahmen bereits in Planung sind. Beim Treffen im Bürgersaal am Mittwoch, 1, April, stellt die Stadt aktuelle Planungen und Projekte in Sachen Radverkehr vor. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner haben hier, losgelöst davon, ob sie an einer Stadtberadelung teilgenommen haben, die Gelegenheit, der Verwaltung ihre Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. „Für unsere Planungen im Radverkehr sind Anregungen aus der Einwohnerschaft eine wichtige Grundlage“, betont Felix Rhein, Radverkehrskoordinator der Stadt. „Auf dem Rad ist das Sicherheitsgefühl ein anderes als zu Fuß oder im eigenen Pkw.“

Interessierte können sich bis spätestens Montag, 30. März, per E-Mail an f.rhein@stadt-kehl.de oder telefonisch unter 07851 88-4304 beim städtischen Radverkehrskoordinator anmelden.

Sichtbare Ergebnisse

Der Arbeitskreis Radverkehr hat bereits eine Reihe von Projekten und Maßnahmen auf den Weg gebracht oder beschleunigt. Ein Beispiel dafür ist der gemeinsame Geh- und Radweg auf der Vogesenallee. Bei einer Beradelung 2017 hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises angeregt, auf der Straße einen Radschnellweg einzurichten. Die Vogesenallee führt bekanntermaßen an den Beruflichen Schulen, am Schulzentrum sowie an zwei Kindertageseinrichtungen vorbei. Entsprechend stark wird die Straße von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern mit Kita-Kindern genutzt. Die jetzige Radwegeführung resultiert unter anderem auch aus dieser Anregung aus der Bürgerschaft. Heute teilen sich Fußgängerinnen und Radfahrer das Trottoir, wobei es für den Radverkehr eine farblich eingezeichnete Spur gibt.
Ein womöglich noch prominenteres Beispiel ist die Friedhofsstraße. 2020 wurde die Straße, zunächst für die Dauer von zwei Jahren, in eine Fahrradstraße umgewandelt, auf der die Radfahrerinnen und Radfahrer wortwörtlich das Tempo vorgaben. Nach der zweijährigen Probephase wurde die Friedhofsstraße dauerhaft zur Fahrradstraße erklärt. Zusätzlich wurden fünf weitere ausgewiesen: Nibelungenstraße, Kanzmattstraße, Allmendzeilstraße, Werderstraße und Richard-Wagner-Straße. Damit gibt es inzwischen insgesamt sieben Fahrradstraßen in Kehl. Eine weitere verbindet das Wohngebiet Schneeflären mit der Parkanlage "Klein Allmend“. Auf Fahrradstraßen gilt: Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen hier nebeneinander fahren und können die gesamte Fahrbahnbreite nutzen. Von Autos dürfen sie nur in einem Abstand von 1,5 Metern überholt werden. Grundsätzlich gilt auf Fahrradstraßen Tempo 30.