Sanierungsbeginn Wasserband

Im Video: Wasserbandsanierung hat begonnen – Stadt investiert eine halbe Million Euro

500 000 Euro investiert die Stadt in Kehls beliebtesten Spielplatz: Das zur grenzüberschreitenden Gartenschau 2004 eröffnete Wasserband braucht eine Generalsanierung. Ein Baggerbiss markierte am Donnerstagvormittag im Beisein von Oberbürgermeister Wolfram Britz sowie eines Teils der Mitglieder des Wasserbandteams den Sanierungsbeginn. Auf der komplexen Baustelle wird nun mit Hochdruck gearbeitet, damit von Mai an im Wasserband wieder gespielt und geplantscht werden kann.

Mit einem Baggerbiss beginnen die Sanierungsarbeiten am Wasserband. 

Damit das klappt, müssen unterschiedliche Fachplaner und Fachleute aus mehreren Büros eng zusammenarbeiten, denn die Aufgabe ist vielfältig und der Zeitdruck hoch: Weil sich die Betonplatten über die Jahre abgesenkt haben, muss der Untergrund verfestigt werden, wie Dr. Susanne Fach, Leiterin des Bereichs Tiefbau, erläutert. Das macht eine Spezialfirma direkt vor Ort. Die Alternative – der komplette Ausbau des Erdreichs unter dem Wasserband – wäre noch teurer geworden. Außerdem hätte der Abtransport des Bodens mit zahlreichen Lastwagen die Wege entlang des Wasserbands in Mitleidenschaft gezogen. Voraussetzung dafür, dass diese Bodenverdichtung stattfinden kann, ist eine sogenannte Grundwasserhaltung. Dafür werden Flachbrunnen eingerichtet, die dafür sorgen, dass die Baugrube sich nicht mit Grundwasser füllt. Weil in Kehl das Grundwasser hoch ansteht, sind solche Maßnahmen bei Bauarbeiten nichts Ungewöhnliches.
Die Betonsohle und die darunter liegende Sandsicht werden nun in den nächsten Wochen ausgebaut. Das Gleiche gilt für die Natursteinquader. Die Steinmauern werden gesäubert und ausgebessert. Wenn der Boden verdichtet ist, wird die neue Betonsohle in den Wasserbecken hergestellt, die Natursteinquader und alle gesäuberten und sanierten Spielgeräte werden anschließend wieder eingebaut. Große und kleine Wasserbandfans werden also das Piratenschiff – das bereits am Montag mit einem großen Kran aus dem Wasserband gehoben wurde – ebenso wiederfinden wie die Wasserfahnen, die Wehre und natürlich die Fontänenhüpfpoller.

Daumen hoch für das Sanierungsvorhaben: Oberbürgermeister Wolfram Britz (Fünfter von rechts), Tiefbauleiterin Dr. Susanne Fach (Sechste von rechts) sowie Mitglieder des Wasserbandteams, Mitarbeitende der Stadt und Vertreter der beteiligten Spezialfirma freuen sich über den Projektstart.

Aber nicht nur die Kinder werden sich über den sanierten Wasserspielplatz freuen, der sich weit über Kehl hinaus einer großen Anziehungskraft erfreut, sondern auch das Wasserbandteam: Seit 2005 reinigt eine Gruppe von Ehrenamtlichen über die gesamte Sommersaison hinweg immer in den frühen Morgenstunden  des Dienstags und Freitags mit Stahlbesen und Bürsten das Wasserband, befreit die Becken von Unrat und Algen. Diese Arbeit wurde über die Jahre immer schwerer, eben weil sich die Betonplatten an manchen Stellen senkten und an anderen hoben.
Die nun erfolgenden Maßnahmen wurden im Vorfeld mit dem Wasserbandteam besprochen, um die 20-jährige Expertise der Ehrenamtlichen zu nutzen und um ihnen die Reinigung so gut wie möglich zu erleichtern. Susanne Fach ist sich sicher, dass dies gelingt: „Wir haben dann ein schönes Gefälle, so dass man einfach durchreinigen kann“, erklärt sie. Außerdem baut der Bereich Tiefbau in Zusammenarbeit mit den Technischen Diensten Kehl einen sogenannten Unterflurhydranten ein, aus dem die Ehrenamtlichen Wasser für die Reinigungsarbeiten entnehmen können.

Oberbürgermeister Wolfram Britz nutzte die Gelegenheit, dem Wasserbandteam für sein seit 2005 währendes Engagement zu danken. „Diese Leistung ist nicht zu unterschätzen.“ Er würdigte das Wasserband als „einen der schönsten Spielplätze in ganz Südbaden“, an dem über die Jahre Abertausende Kinder glückliche Momente erlebt haben, sei es im Wasser, auf dem Piratenfloß oder an den umliegenden Spielgeräten. Im Namen der Ehrenamtlichen dankte Ulf Behringer der Stadt, insbesondere den Mitarbeitenden des städtischen Betriebshofs, für die gute Unterstützung. „Die Stadt pflegt ein sehr nettes Verhältnis zu uns Seniorinnen und Senioren“, betonte er.

Der Sanierungsbeginn im Video


Zum Nachhören im Infocast (ab Minute 02:24)