Strasbourg Events zu Gast

Ein Treffen mit Visionen: Strasbourg Events zu Besuch im Rathaus

(von links) Zu einem ideenreichen Austausch trafen sich Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp, Annekathrin Catherine (Kommunikationschefin Strasbourg Events), Oberbürgermeister Wolfram Britz, Ramona Fischer (Sales- und Marketingchefin Strasbourg Events) und Christophe Caillaud-Joos (CEO Strasbourg Events). 

Seit Beginn seiner Tätigkeit vor etwas mehr als einem Jahr ist es dem Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer der Kehl Marketing, Christoph Hodapp, ein zentrales Anliegen, den Veranstaltungs- und Kongressbereich der Stadt gezielt auszubauen und Kehl als überregional wahrnehmbare Marke zu positionieren. Zwar ist die Stadt Aktionär des international agierenden Unternehmens Strasbourg Events, dem Betreiber des Palais de la Musique et des Congrès sowie des Parc des Expositions, doch bislang profitiert Kehl nur in begrenztem Maße von den großen Veranstaltungen auf der anderen Rheinseite. Das soll sich künftig ändern: Am Montag (23. März) trafen sich Oberbürgermeister Wolfram Britz, Christoph Hodapp und eine Delegation von Strasbourg Events im Rathaus zu einem ersten intensiven Austausch.

„Der Rhein ist für uns keine Grenze, sondern nur ein Fluss“, betonte Oberbürgermeister Wolfram Britz zu Beginn des Gesprächs. Auch die französische Delegation, bestehend aus CEO Christophe Caillaud-Joos, Kommunikationschefin Annekathrin Catherine und Sales- und Marketingchefin Ramona Fischer, hob die besondere geografische Nähe zwischen Kehl und Straßburg hervor. Diese stelle ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal dar, das es stärker zu nutzen gelte. „Für viele Gäste aus Frankreich ist es bereits ein besonderes Erlebnis, zum Abendessen die Grenze zu überqueren. Genau dieses Potenzial sollten wir nutzen und Kehl gezielt als Bestandteil eines attraktiven Begleitprogramms positionieren“, sagte Christophe Caillaud-Joos.
Im Mittelpunkt des Treffens standen konkrete Ansätze für eine intensivere Zusammenarbeit: So könnte Kehl künftig stärker in die Organisation der Europamesse eingebunden werden, die jährlich im September rund 500 Aussteller und etwa 125 000 Besucher nach Straßburg zieht. Auch eine grenzüberschreitende Erweiterung der ST-ART, der größten Messe für moderne Kunst außerhalb von Paris, wurde diskutiert. „Die Stadt war mit den Kehler Bergen bereits Schauplatz einer Freilustausstellung. Warum nicht solche Formate gemeinsam weiterentwickeln?“, schlug Christoph Hodapp vor.
Ergänzend zum Austausch im Rathaus nutzte die Delegation von Strasbourg Events gemeinsam mit Christoph Hodapp die Gelegenheit, mehrere potenzielle Veranstaltungsorte zu besichtigen. Dazu zählten unter anderem das Kulturhaus, die Stadthalle, das Calamus Areal sowie die Konferenzmöglichkeiten der World of Living von Weberhaus. Ziel dieser Besuche war es, konkrete Möglichkeiten für zukünftige Events, Tagungen und Begleitprogramme auszuloten und ein besseres Bild der vorhandenen Infrastruktur zu gewinnen.
Dass grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen nicht immer einfach sind, ist allen Beteiligten bewusst. Unterschiedliche Rahmenbedingungen und administrative Hürden können Projekte erschweren. Doch die Überzeugung, dass eine Kooperation zwischen Kehl und Straßburg Modellcharakter für Europa haben kann, überwiegt: „Wir sind das Herz von Europa. Kehl und Straßburg sind wie ein Labor: Was zwischen unseren beiden Städten funktioniert, kann auch im europäischen Kontext gelingen“, zeigte sich Wolfram Britz überzeugt. Auch Annekathrin Catherine von Strasbourg Events unterstrich die gemeinsame Haltung: „Unser Selbstverständnis ist europäisch und deutsch-französisch geprägt. Wir bewegen uns an einem Schnittpunkt verschiedener Kulturen.“ Das Treffen endete mit zahlreichen Ideen, konkreten Ansatzpunkten und dem klaren Wunsch beider Seiten, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.