Verkehrsverstöße 2025
Weniger geblitzt, weniger falsch geparkt: Zahl der Verkehrsverstöße ist 2025 gesunken
29 203 Verkehrsverstöße hat die Stadt Kehl im vergangenen Jahr registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der registrierten Verkehrsverstöße allerdings gesunken. 2024 erfasste das städtische Verkehrswesen 31 006 Verstöße. Insgesamt nahm die Stadt im Jahr 2025 mehr als eine Million Euro ein. Dieser Betrag liegt unter dem Vorjahresniveau.
Mehr als die Hälfte aller Strafzettel, die die Stadt im vergangenen Jahr ausstellte, richtete sich an sogenannte Temposünderinnen und Temposünder. 15 072 Mal gab es Post von der Bußgeldstelle. In nahezu jedem dritten Fall waren die Betroffenen mehr als 25 Kilometer je Stunde schneller unterwegs als erlaubt. Den höchsten Geschwindigkeitsverstoß registrierte die Stadt bei Leutesheim: Ein Autofahrer war mit rund 150 Sachen auf der EDF-Straße unterwegs. Erlaubt sind an dieser Stelle 70 Kilometer pro Stunde. Die Geschwindigkeitsüberschreitung blieb nicht unbemerkt. Eine mobile Blitzeranlage erfasste den Raser. Die Konsequenzen: Ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsüberschreitungen geringfügig gesunken. Wurden 2024 noch 15 918 Verstöße registriert, waren es im vergangenen Jahr 15 072 – und das, obwohl Ende August gleich drei neue Blitzersäulen an der Hauptstraße auf Höhe des Hotels Dormero (ehemals Hotel Rebstock), in Odelshofen vor der Ortsverwaltung an der Hebelstraße sowie am Ortseingang von Neumühl installiert wurden. Insgesamt 2440 Mal schnappte die Radarfalle hier innerhalb von vier Monaten zu und erfasste überwiegend auf der Hauptstraße und in Neumühl Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die sich nicht das geltende Tempolimit von hielten. Das städtische Verkehrswesen geht davon aus, dass die Fallzahlen an diesen Örtlichkeiten künftig abnehmen werden, da ein Gewöhnungseffekt eintreten wird. Das sei auch gut so, denn in erster Linie sollen die Säulen zur Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung beitragen.
Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Parkverstöße. Verteilte der Gemeindevollzugsdienst (GVD) 2024 noch 13 170 Knöllchen an Falschparkerinnen und Falschparker, belief sich die Zahl 2025 auf 12 334. Mehrheitlich handelte es sich dabei um Fälle, in denen kein oder ein nicht mehr gültiger Parkschein in der Windschutzscheibe lag. Dass der GVD immer weniger Parkverstöße registriert, führt das städtische Verkehrswesen unter anderem auch darauf zurück, dass Apps wie Parkster inzwischen häufiger genutzt werden und somit Parktickets ganz bequem vom Smartphone aus gelöst und auch bis zur jeweiligen Höchstparkdauer verlängert werden können. Trotzdem kommt es im GVD-Alltag auch immer wieder zu unschönen Szenen: „Ich habe nur kurz geparkt“, gefolgt von Anfeindungen und Beleidigungen – das bekommen die Kontrolleure oftmals zu hören, wenn sie die Fahrerin oder den Fahrer am falsch geparkten Auto antreffen. „Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang miteinander“, sagt die Leiterin des Verkehrswesens Lisa Unterhaslberger. Den GVD erreicht allerdings auch Zuspruch von Bürgerinnen und Bürger, die den städtischen Mitarbeitenden für ihre Präsenz danken.
