Unternehmen SAPPE erhöht Transitverkehr
Unternehmen SAPPE erhöht Transitverkehr mit kalziniertem Petrolkoks – Stellungnahmen sind möglich
Das Unternehmen SAPPE im südöstlichen Straßburger Industrie- und Hafenviertel möchte seinen Transitverkehr mit kalziniertem Petrolkoks ausweiten und hat deshalb bei der Präfektur des Bas-Rhin einen Antrag auf eine Umweltgenehmigung gestellt. Außerdem beantragt die Firma die Errichtung zusätzlicher überdachter Lagerboxen für nichtgefährliche Abfälle. Weil Umweltauswirkungen der geplanten Maßnahmen auch auf das Kehler Stadtgebiet möglich sind, können Kehlerinnen und Kehler zu dem Vorhaben Stellung nehmen. Die Stadt Kehl ist über das Regierungspräsidium Freiburg über das Vorhaben informiert worden.
Das Unternehmen SAPPE im Straßburger Hafen sammelt, sortiert und transportiert Abfälle aus der Industrie, von Baustellen des Hoch- und Tiefbaus oder aus Sanierungs- und Entgiftungsarbeiten. Die Materialien werden von Lastkraftwagen und von auf dem Rhein verkehrenden Schiffen angeliefert und durchlaufen die Plattform, bevor sie in Behandlungs- oder Verwertungszentren weitergeleitet werden. Das Betriebsgelände grenzt an das Becken Gaston Haelling und ist mit dem Rhein verbunden. Aus den ans das Regierungspräsidium Freiburg übermittelten Unterlagen geht hervor, dass die Firma neben der Errichtung weiterer überdachter Lagerboxen für nichtgefährliche Abfälle auch eine zusätzliche Zwischenlagerung von Petrolkoks beantragt. Die maximal mögliche Lagermenge an kalziniertem Petrolkoks innerhalb der Anlage beträgt 5000 Tonnen. Außerdem ist der Bau neuer überdachter Lagerboxen für Bündel aus unbehandeltem Holz, Ballen aus Papier und Kunststoff, natürlichen Dünger (Vinasse-Extrakt) und Holzpellets geplant. Die losen Holzpellets werden gesiebt, um Feinstaub von den Pellets zu trennen. Die Feinsägespäne werden anschließend extern zur Pelletproduktion weitergeleitet.
Die vorliegende nichttechnische Zusammenfassung der Umweltverträglichkeitsprüfung (1,1 MB) soll die Auswirkungen des Vorhabens des Unternehmens SAPPE auf die Bevölkerung darstellen, ebenso wie die daraus resultierenden Folgen und die von der Firma getroffenen Maßnahmen zu deren Begrenzung. Die Studie geht dabei auf mögliche Auswirkungen auf das Oberflächengewässer, das Grundwasser, die Luft, auf Lärm und Abfälle ein. Außerdem werden Veränderungen in Bezug auf die Bevölkerung, den Boden und den Untergrund, die Fauna und Flora, auf das Klima sowie den Verkehr ein.
Der Antrag wurde von der Präfektur für zulässig erklärt. Weil die Präfektur Auswirkungen auf das Kehler Stadtgebiet für möglich hält, wird auch die deutsche Seite beteiligt. Einwohnerinnen und Einwohner können sich im Zeitraum von Dienstag, 10. März, bis Freitag, 10. April, beteiligen: Anleitung auf Deutsch (38 KB)