Umbau der Tulla-Realschule

Das historische Gebäude der Tulla-Realschule in der Kinzigstraße 36 wird für 8,34 Millionen Euro zu einem Kultur- und Bildungszentrum umgebaut, welches den Namen Das Kulturhaus. tragen wird. Die Arbeiten haben am 14. April 2015 mit einem symbolischen Baggerbiss begonnen, den OB Toni Vetrano am Steuerknüppel höchst selbst ausführte.

Den Umbau und das Nutzungskonzept für die ehemalige Tulla-Realschule hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 13. Mai 2013 mit großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Zur Kenntnis nahmen die Ratsmitglieder darüber hinaus, dass Betrieb und Unterhaltung des Gebäudes den städtischen Haushalt künftig mit gut 200 000 Euro jährlich belasten werden. Der Anteil an den Baukosten, den die Stadt selber zu tragen hat, beläuft sich derzeit auf ungefähr 4,3 Millionen Euro. Die Stadt hofft allerdings noch auf eine Erhöhung des Förderrahmens durch das Land.

Das Kulturhaus. ist momentan eine Großbaustelle.zoom

Das Nutzungskonzept sieht die folgende Raumnutzung vor:

  • Die Volkshochschule bekommt einen Unterrichtsraum im Keller und drei im Erdgeschoss. Dazu zwei Büros und einen Sozialraum. Im Dachgeschoss werden weitere drei Unterräume untergebracht. Die Flächen summieren sich insgesamt auf 348 Quadratmeter.
  • Die Musikschule kann Unterricht für Schlagzeuger und Bands im Kellergeschoss erteilen und findet darüber hinaus Platz im ersten Obergeschoss: Dort werden elf Unterrichtsräume und ein größerer Proberaum fürs Ensembles eingerichtet. Außerdem stehen der Musikschule ein Büro und zwei Abstellräume zur Verfügung, also insgesamt eine Fläche von 478 Quadratmetern.
  • Die Jugendkunstschule Offenburg bekommt im zweiten Obergeschoss die Möglichkeit, sich in Kehl mit einem großen Arbeitsraum eine Dependance zu schaffen, der durch einen Abstellraum für Material ergänzt wird (insgesamt 72 Quadratmeter).
  • Das städtische Kulturbüro zieht von der Stadthalle in die historische Tulla-Realschule um und verfügt dort dann über drei Büros mit zusammen 88 Quadratmetern.
  • Herzstück des zweiten Obergeschosses wird der Veranstaltungsraum für Kleinkunst mit Bühne und Platz für etwa 130 Zuschauer. Zusammen mit dem Raum hinter der Bühne erstreckt er sich über 207 Quadratmeter.
  • Im Dachgeschoss bleiben noch gut 87 Quadratmeter Fläche frei - dort könnten Künstlerateliers eingerichtet werden. Außerdem prüft die Verwaltung, ob der Raum im Turm erschlossen und eventuell als Fäche für Ausstellungen genutzt werden kann.

Zusätzlich belebt werden soll Das Kulturhaus. durch ein Kulturcafé, das im Erdgeschoss auf zwei Ebenen mit 215 Quadratmetern Fläche eingerichtet wird. Das Interessenbekundungsverfahren, bei dem sich potentielle Betreiber bewerben können, läuft derzeit.

Für das Café wird die Fassade zum Blumenplatz hin in Absprache mit dem Denkmalamt geöffnet, so dass auch eine Bewirtung im Freien möglich wird.
Der Haupteingang ist auf die heutige Rückseite der ehemaligen Schule, also zur Läger-Tangente hin, verlegt. Die rund neun Meter breite und vierzehn Meter hohe Glasfassade ist bereits eingebaut. Das Gebäude wird bis ins Dachgeschoss durch einen Aufzug erschlossen und ist barrierefrei.

 
 
 

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